Archiv für den Autor: Marc Löffler

Bessere Retrospektiven mit effektiven Verbesserungen

bonsaiLaut den Kommentaren bei den Ergebnissen meiner Umfrage „Wo klemmt es in euren Retrospektiven“, gibt es zwei Favoriten, die ich zuerst in einem Blog Artikel behandeln soll. Das ist zum einen die Nummer vier (Gefühltes Desinteresse im Team sich schon wieder mit einer Verbesserung zu beschäftigen) und die Nummer fünf (Nur sachlich/fachliche Themen werden besprochen). In diesem Blog Artikel das Problem mit dem gefühlten Desinteresse sich schon wieder mit einer Verbesserung zu beschäftigen näher beleuchten.

Wie immer ist ein solches Problem stark von jeweiligen Kontext abhängig, weshalb ich hier sicher keine generelle Lösung beschreiben werde. Wenn ich ein solches Verhalten beobachtet habe, hatte es meist einen der folgenden Gründe:

  1. Die bisherigen Verbesserungen, welche in Retrospektiven beschlossen wurden, wurden am Ende nie umgesetzt.
  2. Die beschlossenen Verbesserungen hatten keinen Effekt, nichts änderte sich.
  3. Das Team bekam nicht genügend Zeit, um an den beschlossenen Verbesserungen zu arbeiten. Weiterlesen

Ergebnis der Umfrage: Wo klemmt es in euren Retrospektiven

Hier wie versprochen das Ergebnis meiner Umfrage von letzter Woche. Die Beteiligung hätte etwas höher sein können, aber ich will nicht meckern 😉 Es gab insgesamt fünf Einträge:

  1. Offenheit: Menschen sehnen sich nach Sicherheit und versuchen „to cover their ass“. Offene Konversation wird von Politik verhindert. Das lässt sich mit Retro-Methoden etwas lindern, das Problem wird aber selten an der Wurzel gepackt…
  2. Distributed Teams: Die Herausforderung bei uns ist eine Form zu finden, die gut mit verteilten Teams umsetzbar ist. Teil der Herausforderung ist z.B. dass es auf allen Seiten auf denen der SM nicht anwesend ist leicht vorzubereiten ist. Und natürlich muss es sich gut über virtuelle Kommunikation übertragen lassen. Sprich Video Konferenz und so. Weiterlesen

Umfrage: Wo klemmt es in eurer Retrospektive

Wie ihr ja wisst, schreibe ich derzeit an einem Buch über Retrospektiven. Ich möchte das Buch so Praxisnah wie möglich gestalten und deshalb interessiert es mich sehr, mit welchen Problemen (ich meine natürlich „Herausforderungen) ihr in euren Retrospektiven kämpft. Eure Antwort könnt ihr in folgendes Formular eintragen (Das große Textfeld lässt sich übrigens noch größer machen, einfach rechts unten mit der Maus größer ziehen):

Wo klemmt es in euren Retrospektiven?

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    Geben Sie niemals Passwörter über Google Formulare weiter.

Die Antworten werde ich hier veröffentlichen. In weiteren Blog Artikeln, werde ich mögliche Lösungen für die genannten Probleme beschreiben. Schon jetzt Danke für eure Mithilfe.

Eine Alternative „Prime Directive“

DirectiveMancher Facilitator von Retrospektiven beginnt diese mit dem Verlesen des obersten Grundsatzes für Retrospektiven, der sogenannten „Prime Directive“. Diese wurde von Norman Kerth in seinem Buch „Project Retrospectives“ das erste Mal beschrieben. Dieser Grundsatz soll dabei helfen, den Boden für die Retrospektive zu bereiten. Ins Deutsche übersetzt lautet dieser oberste Grundsatz in etwa:

Unabhängig davon was wir heute entdecken, verstehen und glauben wir aufrichtig, dass in der gegebenen Situation, mit dem verfügbaren Wissen und Ressourcen und unseren individuellen Fähigkeiten, jede(r) sein bestes getan hat.

Viele Retrospektiven Facilitatoren schwören auf die „Prime Directive“. Sie sind der Meinung das Retrospektiven, die nicht mit diesem obersten Grundsatz starten weniger effektiv sind und nicht so nützlich. Um es kurz zu machen: Ich glaube persönlich nicht daran, dass der Erfolg oder das Ergebnis einer Retrospektive von der „Prime Directive“ abhängt. Weiterlesen

3 Ideen für wirksame Maßnahmen in Retrospektiven

hypothesisWer kennt sie nicht: Die Retrospektiven, bei denen man sich immer wieder im Kreis dreht und das Gefühl hat nie so richtig vom Fleck zu kommen. Am Ende solche Retrospektiven stehen oft irgendwelche nebulösen Maßnahmen, die nicht recht zu greifen sind. Es sieht aus als hätte man etwas erreicht, aber im Endeffekt sind diese Maßnahmen nichts weiter als ein Alibi. Man will die Retrospektive schnell zum Ende bringen und begnügt sich mit dem erst besten. Um wirksame Maßnahmen zu definieren sollte man 3 Dinge beachten:

1 – Kleine Schritte

Jede Maßnahme sollte unmittelbar umsetzbar sein. Sie sollte so klein sein, dass sie innerhalb der nächsten beiden Wochen umgesetzt werden kann. Dadurch wird sie konkret und das Team hat das Gefühl etwas bewegen zu können. Wenn eine Maßnahme zu groß ist, sollte man sie als Ziel definieren und gemeinsam überlegen, welche kleineren Maßnahmen man umsetzen kann, um die große Maßnahme möglich zu machen. Ein weiterer Vorteil von kleinen Maßnahmen: Sie werden eher vom System übernommen, als große Veränderungen. Weiterlesen