Eine Checkliste für verteilte Retrospektiven

http://www.flickr.com/photos/yveshanoulle/291339664

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Um die Themen der Umfrage abzuschließen, möchte ich heute eine kleine Hilfestellung für Retrospektiven mit verteilten Teams geben: Eine Checkliste. Verteilte Teams sind mittlerweile nichts Außergewöhnliches mehr. Sie gehören zum Projektalltag der meisten Teams heutzutage. Retrospektiven in einem solchen Umfeld sind keine einfache Sache und viele Teams haben hier Probleme. Wenn man sich allerdings an die folgende Checkliste hält, hat man eine gute Basis, um eine erfolgreiche, verteilte Retrospektive durchzuführen. Die folgende Checkliste geht von einer Retrospektive mit zwei oder mehr Teams an verschiedenen Orten aus. Für diesen Fall sollte man die folgenden Punkte berücksichtigen:

  • Co-Facilitator: Es ist nahezu unmöglich für zwei oder mehr Gruppen an verschiedenen Orten da zu sein. Such dir deshalb einen Co-Facilitator an jedem Standort. Dies muss nicht zwingend ein erfahrener Facilitator sein, aber jemand der den Ablauf kennt und den Raum entsprechend vorbereitet.
  • Laptops: Jedes Teammitglied sollte Zugriff auf einen Laptop haben. Nur so kann man gemeinsam an einem virtuellen Board arbeiten. Am besten sitzen immer zwei Personen vor einem Laptop. Auf diese Weise wird die Diskussion interaktiver und die Teilnehmer laufen weniger Gefahr andere Dinge mit dem Laptop zu machen.
  • Beamer: In jedem der Räume sollte ein Beamer stehen, um das aktuelle Geschehen auf die Wand zu projizieren. Dies vermeidet, dass alle nur auf ihre Laptops starren.
  • Netzwerk: Es geht nichts über ein gutes, funktionierendes Netzwerk. Stelle  vor der Retrospektive sicher, dass dieses funktioniert. Wenn du keinen Zugriff auf ein WLAN hast, solltest du auch genug Kabel und Switches zur Verfügung stellen.
  • Video Konferenz Tool: Es geht nichts über eine vernünftige Video Konferenz Lösung. Wenn möglich sollten sich die Teilnehmer immer sehen können. Das Lesen der Mimik der Teilnehmer ist gerade in einer Retrospektive sehr wichtig.
  • Online Board: Da man nicht gemeinsam an einem Whiteboard, einer Flipchart oder einer anderen Wandfläche arbeiten kann, sollte man ein virtuelles Board zur Verfügung stellen. Weiter unten stelle ich drei solcher Tools vor.
  • Vorbereitung des Online Boards: Auch das Online Board sollte entsprechend vorbereitet werden, z.B. indem man die Agenda dort anzeigt. Ein Online Board sollte wie ein reales Board oder eine reale Flipchart behandelt werden.
  • Mehr Vorbereitungszeit: Aus Erfahrung kann ich sagen, dass die Vorbereitung einer verteilten Retrospektive wesentlich mehr Zeit in Anspruch nimmt, als eine normale Retrospektive. Man sollte also genug Zeit dafür einplanen.

Hier noch ein paar Tools, die als Online Whiteboard genutzt werden können:

Ich hoffe die Checkliste hilft euch dabei, eure verteilten Retrospektiven besser zu gestalten. Ich würde mich freuen, wenn ihr mir eure Erfahrungen in den Kommentaren hinterlasst.

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