Ergebnis der Umfrage: Wo klemmt es in euren Retrospektiven

Hier wie versprochen das Ergebnis meiner Umfrage von letzter Woche. Die Beteiligung hätte etwas höher sein können, aber ich will nicht meckern 😉 Es gab insgesamt fünf Einträge:

  1. Offenheit: Menschen sehnen sich nach Sicherheit und versuchen „to cover their ass“. Offene Konversation wird von Politik verhindert. Das lässt sich mit Retro-Methoden etwas lindern, das Problem wird aber selten an der Wurzel gepackt…
  2. Distributed Teams: Die Herausforderung bei uns ist eine Form zu finden, die gut mit verteilten Teams umsetzbar ist. Teil der Herausforderung ist z.B. dass es auf allen Seiten auf denen der SM nicht anwesend ist leicht vorzubereiten ist. Und natürlich muss es sich gut über virtuelle Kommunikation übertragen lassen. Sprich Video Konferenz und so.
  3. Der Übergang von „Gather Data“ zu „Decide what to do“, bzw. die Analyse in „Decide what to do“: Themen sind schnell per Brainstorming identifiziert, geclustert und priorisiert. Danach wird es aber zäh: Meist gibt es nur schnelle Lösungen, die nach meiner Meinung oft nur Symptome bekämpfen. Oder es kommen die Lösungen immer von den gleichen Leuten. Mit einer gemeinsamen Analyse aller Teammitglieder, die verschiedene Optionen aufzeigt und gegeneinander abwägt, tun sich Teams sehr schwer, insbesondere selbständig funktioniert das fast gar nicht.
  4. Gefühltes Desinteresse im Team sich schon wieder mit einer Verbesserung zu beschäftigen.
  5. Nur sachlich/fachliche Themen werden besprochen: Mein Team beschränkt seine Retrospektive sehr stark auf die fachlichen Dinge und sachliche Probleme: wie können wir besser Programmieren? Wie kann der Prozess besser funktionieren. Sie wollen sich aber nicht auf eine persönliche Ebene einlassen und über das Zwischenmenschliche sprechen. (2 Teammember Blocken das stark ab und propagieren eine strikte Trennung zwischen „Privatleben“ und „Geschäftlichem“).

An dieser Stelle vielen Dank an die Einsender. Morgen werde ich den ersten Artikel veröffentlichen, der sich mit einem der obigen Themen beschäftigt. Bis heute Abend könnt ihr mir euer Lieblingsthema aus der obigen Liste nennen, indem ihr einen Kommentar hinterlast. Wenn sich niemand meldet, suche ich mir was aus 😉

11 Gedanken zu „Ergebnis der Umfrage: Wo klemmt es in euren Retrospektiven

  1. Pingback: Retrospektive – Alles rund um Retrospektiven | Software-Projekte agil planen und erfolgreich durchführen - Agile is limit - Unabhängiger Blog

  2. Patrick Koglin

    Danke für die Veröffentlichung.

    Zu Punkt: Evtl. kann es helfen eine anonyme Kartenabfrage durchzuführen. Damit lassen sich auch persönliche Verhaltensweise gegenseitig kritisieren und es bleibt sachlich. Go for it.

    Agile is limit

    Antworten
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